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Mittwoch, 21. november 2007
Die Mistel ist eine wundersame Pflanze, die erst in den Wintermonaten, wenn die Bäume kahl sind, richtig sichtbar wird.

Sie wächst in Kugelform auf verschiedenen Baumarten und saugt den Bäumen Wasser und Nährstoffe aus, was sie zu einem Halbschmarotzer macht.

In früheren Zeiten war die Mistel eine wichtige magische Pflanze, die von den Druiden mit goldenen Sicheln geerntet wurde und nicht zu Boden fallen durfte, denn sonst würde sie ihre besondere Wirkung einbüssen.

Aufgrund der magischen Wichtigkeit galt die Mistel früher auch als Allheilmittel.

Zur Zeit der Wintersonnenwende und als Weihnachtsschmuck wird sie auch gerne an die Haustüren gehängt, um das Haus vor Schaden zu bewahren. Wer sich unter Misteln küsst, soll ein glückliches Liebespaar werden.

In der modernen Pflanzenheilkunde wird die Mistel gegen Bluthochdruck und gegen Krebs eingesetzt. Doch sie kann noch viel mehr.

 

Steckbrief

Heilwirkung: beruhigend,
blutstillend,
entzündungshemmend,
harntreibend,
krampflösend,
tonisierend,
Bluthochdruck,
Herzschwäche,
Beschleunigter Puls,
Arteriosklerose,
Ödeme,
Fieber,
Verdauungsschwäche,
Verstopfung,
Magenschwäche,
Bauchspeicheldrüsenschwäche,
Diabetes (leichte Formen),
Gallenschwäche,
Nervenschwäche,
Kopfschmerzen,
Schwindel,
Chronische Arthrosen,
Chronisches Rheuma,
Gelenkentzündung,
Wechseljahrsbeschwerden,
Menstruationsbeschwerden,
Gebärmutterschmerzen,
Gebärmutterblutungen,
Gebärmuttergeschwülste,
Weissfluss,
Epilepsie,
Heuschnupfen,
Krampfadern,
Ekzeme,
Geschwüre,
Eitrige Wunden,
Krebs (therapiebegleitend),
wissenschaftlicher Name: Viscum album
englischer Name: Mistletoe
volkstümliche Namen: Affalter, Albranken, Birnäpsel, Bocksfutter, Donarbesen, Donnerbeseb, Drudenfuss, Geisskraut, Heil aller Schäden, Heiligkreuzholz, Hexenbesen, Hexenchrut, Hexennest, Immergrün, Kenster, Kinster, Klüster, Knisterholz, Marenstocken, Nistel, Offölterholz, Vogelchrut, Vogelleimholz, Vogelmistel, Wintergrün, Wintersamen
Verwendete Pflanzenteile: Blätter, Zweige
Inhaltsstoffe: Alkaloid, Asparagin, Bitterstoff, Harz, Histamin, Inositol, Oleanolsäure, Pyridin, Saponine, Schleim, Tyramin, Viscalbin, Viscin, Viscotoxin, Xanthophyll, Zink
Sammelzeit: Spätherbst, Winter und Frühling


Anwendung

Das Haupteinsatzgebiet der Mistel ist der Bluthochdruck. Auch als begleitende Therapie gegen Krebs ist die Mistel sehr beliebt.

Aber die Mistel hat noch eine Menge anderer Heilwirkungen. Früher galt sie sogar als Allheilmittel.

Sie ist jedoch leicht giftig und sollte behutsam angewandt werden.

Innerlich als Tee

Misteltee wird immer als Kaltauszug angesetzt. Im kalten Wasser lösen sich die schwach giftigen Stoffe (z.B. das Glykosid Viscalbin und Viscotoxin) nicht auf und daher ist der Kaltauszug der Mistel ungiftig. Auch die Heilwirkung der Mistel soll durch Erwärmen gemindert werden.

Der Tee wird in erster Linie zur Senkung des hohen Blutdrucks angewandt; er hilft auch bei Herzschwäche und Arteriosklerose.

Bei niedrigem Blutdruck kann Misteltee den Blutdruck sogar steigern, was auf den ersten Blick wie ein Widerspruch klingt. Aber da die Regulierung des Blutdrucks über eine Normalisierung des Kreislaufs und eine Stärkung des Herzens erfolgt, leuchtet es schliesslich ein, dass die Mistel sowohl gegen zu hohen als auch gegen zu niedrigen Blutdruck helfen kann.

Der Misteltee steigert auch Verdauung und Stoffwechsel, sodass sie bei Beschwerden der Verdauungsorgane und Stoffwechselstörungen eingesetzt werden kann.

Durch die Stoffwechsel-Wirkung hilft die Mistel gegen rheumatische Beschwerden.

Sie stärkt auch die Nerven und kann daher Kopfschmerzen und Schwindel lindern. Durch die Nervenstärkung kann sie auch bei Epilepsie helfen und die Anfälle seltener machen. Auch gegen die Neidung zu wiederholten Fieberkrämpfen bei Kindern soll die Mistel helfen.

In den Wechseljahren kann die Mistel die typischen Wechseljahrsbeschwerden lindern. Auch gegen Menstruationsbeschwerden hilft die Mistel und durch ihre blustillende Eigenschaft kann sie auch Gebärmutterblutungen stoppen. Das macht die Mistel zu einer wertvollen Heilpflanze nach Geburten, denn sie kann den Wochenfluss abkürzen und abschwächen

Äusserlich als Tee

Den Mistel-Kaltauszug kann man als Umschlag oder für Bäder äusserlich anwenden.

Er hilft gegen Krampfadern und Unterschenkelgeschwüre.

Auch Ekzeme können durch Mistelbehandlungen behandelt werden.

Mistel-Umschläge kann man auch zur Linderung rheumatischer und neuralgischer Schmerzen auflegen. Auch gegen Arthrose helfen äusserliche Mistelbehandlungen.

Gegen Heuschnupfen kann man Misteltee schnupfen.

Mistel in der Krebsbehandlung

Zur Begleitung einer Krebstherapie und auch zu deren Nachbehandlung kann man Mistelpräparate in spezieller anthroposophisch-homöopathischer Aufbereitung anwenden.

Die Wirksamkeit dieser Mistelpräparate wurde auch durch Studien untermauert.

Der Erfolg der herkömmlichen Krebstherapie kann dadurch in vielen Fällen verbessert und Nebenwirkungen von Chemotherapie gelindert werden.

Als alleinige Behandlung gegen Krebs ist die Misteltherapie jedoch nicht zu empfehlen.

Achtung!

Vor allem die Beeren der Mistel sind leicht giftig. Kinder sollten vor deren Verzehr gewarnt werden.

 


Pflanzenbeschreibung

 Die Mistel ist ein Halbschmarotzer, der auf Bäumen wächst. Sie bezieht die benötigte Flüssigkeit und Nährstoffe aus den Bäumen, auf denen sie wächst, kann aber durch ihre grünen Blätter selbst Photosynthese betreiben.

Bäume, die von vielen Misteln bewachsen sind, leiden darunter und sterben schliesslich ab. Aber die Misteln wachsen langsam und vereinzelte Misteln können einem grossen Baum nicht viel anhaben.

Bestimmte Baumarten werden bevorzugt von Misteln bewachsen, beispielsweise Pappeln, Apfelbäume, Tanne und Robinien. Andere Baumarten wie Birnbaum, Eberesche, Kiefer, Linde und Weiden werden nur ab und zu von Misteln bewachsen und sehr selten wächst die Mistel auch auf Eichen, wo sie als besonders heilkräftig gilt.

Die Misteln senken ihre Wurzeln durch die Rinde des Wirtsbaumes hindurch in die Cambiumschicht und bis hinein ins Holz. Dort verankern sie sich und ziehen aus den Säften des Baumes Flüssigkeit und Nährstoffe.

 Die Zweige der Mistel sind hellgrün und verzweigen sich immer wieder. Dadurch entsteht nach und nach eine Kugelform.

An den äussersten Enden der Zweige wachsen jeweils zwei gebogene Blätter, die sich gegenüberstehen. Die Blätter sind länglich und verkehrt eiförmig, d.h. das dicke Ende ist aussen.

Ich finde immer, dass die Mistelblätter wie lustige Ohren aussehen.

Ab Ende Februar blühen die Misteln. Männliche und weibliche Blüten wachsen auf getrennten Pflanzen. Beide Blüten sind leicht gelblich und duften schwach nach Orange, was viele Insekten anlockt. Die weiblichen Blüten sind kaum einen Millimeter hoch und die männlichen Blüten haben mehrere Staubbeutel.

Ab September reifen die weissen Beeren. Die Beeren sind sehr klebrig und enthalten einen Samen.

Achtung!

Die Mistel ist in Deutschland geschützt und darf nicht gesammelt werden!

In anderen Ländern, beispielsweise Frankreich, gibt es mehr Misteln; dort dürfen sie gesammelt werden.

 

von Redwitch - veröffentlicht in: Kräuterkunde
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Mittwoch, 21. november 2007
Als Verfeinerung von Fleischspeisen ist der Meerrettich bestimmt allen bekannt.

Doch dass er auch eine ausgeprägte Heilwirkung hat, wissen nur wenige.

Die scharfe Wurzel des Meerrettichs hilft gegen allerlei Infektionskrankheiten und auch gegen Schmerzen. Sogar Grippeerregern bietet der Meerrettich Paroli, was ihn zu einem unschätzbaren Helfer in der Hausapotheke macht.

Im Herbst und Winter sollte man also immer eine Meerrettich-Wurzel im Kühlschrank oder Keller haben und regen Gebrauch von ihr machen. 

Steckbrief  
Heilwirkung: antibakteriell,
Stärkung des Immunsystems,
Erkältungen,
Grippe,
Nebenhöhlenentzündung,
Husten,
Bronchitis,
Asthma,
Mandelentzündung (Angina),
Fieber,
schleimlösend,
schweisstreibend,
harntreibend,
Blasen- und Nierenbeckenentzündung,
Harnsteine,
Neuralgische Beschwerden,
Rheuma,
Gicht,
Muskelschmerzen,
Appetitlosigkeit,
Verdauungsschwäche,
Blähungen,
Verstopfung,
Vitamin C Mangel,
Skorbut,
Kopfschmerzen,
Menstruations fördernd,
Insektenstiche,
Zahnschmerzen,
wissenschaftlicher Name: Cochlearia armoracia
Pflanzenfamilie: Kreuzblütler = Brassicaceae
englischer Name: Horseradish
volkstümliche Namen: Kren, Bauernsenf, Fleischkraut, Krien, Märek, Mirch, Pfefferwurzel, Rachenputzer, Waldrettich
Verwendete Pflanzenteile: Wurzel
Inhaltsstoffe: Vitamine (u.a. Vitamin C), ätherische Öle, Senföle, Allylsenföl, Allicin, Glucosinolate, Sinigrin, Gluconasturtiin, Mineralstoffe, Flavone, Quercetin, Kämpferol, Asparagin, Arginin, Pentosan, Alloxurbasen, organische Schwefelverbindungen, Oxydase
Sammelzeit: September bis März

Anwendung

Am besten verwendet man die Meerrettich-Wurzel frisch.

Nur den Bereich der Wurzel, den man verwenden will, sollte man waschen und schälen.

Dann wird die Wurzel am besten gerieben und sofort verwendet, denn die ätherischen Öle verziehen sich rasch (innerhalb von einer guten Viertelstunde).

Das Reiben der Meerrettichwurzel stellt bereits eine Art Therapie für die Nasennebenhöhlen dar, denn die ätherischen Öl steigen scharf auf und reizen zu Tränen und Sekretion aus den Nasenschleimhäuten. Wenn man diese Behandlung nicht braucht bzw. haben will, dann kann man eine Taucherbrille aufsetzen, um den scharfen ätherischen Ölen zu entgehen.

Nach dem Reiben kann man den Meerrettich einfach essen oder man fügt ihn Gerichten, wie beispielsweise Sossen oder Meerettich-Quark zu.

Gegen Insektenstiche kann man den geriebenen Meerrettich auf die betroffene Haustelle legen und leicht einreiben.

Auch bei Zahnschmerzen kann man den Meerrettich an Ort und Stelle bringen und dort belassen, bis die Schärfe nachlässt.

von Redwitch - veröffentlicht in: Kräuterkunde
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Freitag, 16. november 2007

Im Januar kann man folgende Heilkräuter sammeln:

 

von Redwitch - veröffentlicht in: Sammelkalender
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Freitag, 16. november 2007
Man kann Estragon-Mayonnaise einfach so machen, dass man kleingeschnittene Estragon-Blätter in eine fertige Mayonnaise rührt.

Hier bei dieser Rezeptanleitung machen wir die Mayonnaise jedoch selbst aus einem Eigelb, Olivenöl und ein paar anderen Zutaten. Ohne Estragon funktioniert dieses Rezept auch und wird dann zu einer normalen selbstgemachten Mayonnaise.

Achtung!
So eine selbstgemachte Mayonnaise muss unbedingt am gleichen Tag verwendet werden, weil für die Mayonnaise rohes Eigelb benutzt wird.

Zutaten

  • Eine Zweigspitze Estragon
  • Ein Eigelb (zimmerwarm)
  • 1/2 TL Essig
  • 100 - 150 ml Olivenöl (oder Sonnenblumenöl oder anderes Öl)
  • 1 TL Senf
  • 1/2 TL Zitronensaft
  • 1-2 Prisen Salz
  • Etwas Pfeffer
  • 1 Knoblauchzehe (auf Wunsch)
Da der Estragon ein ausgeprägtes Aroma hat, nehmen wir in diesem Rezept nur die Blätter einer Zweigspitze. Man kann aber auch mehr nehmen, wenn man den Geschmack von Estragon sehr gern mag.

Mit Olivenöl schmeckt die Mayonnaise ziemlich streng. Wer das nicht mag, kann stattdessen ein beliebiges anderes Pflanzenöl verwenden.

Das Ei, dessen Eigelb man verwendet, muss unbedingt frisch sein, denn es wird nicht gekocht, sondern roh verwendet.

Variation

Wenn einem die eigentliche Mayonnaise zu fettreich ist, kann man sie mit Creme fraiche etwas leichter machen.

Dazu braucht man zusätzlich:

  • 3 EL Creme fraiche oder Schmand
  • 1 TL flüssiger Honig
  • 1 TL Senf
  • 1 Prise Salz
  • Pfeffer

Anleitung

  1. Trenne ein zimmerwarmes Ei und gebe das Eigelb in ein Schälchen.
  2. Gib einen halben Teelöffel Essig zu dem Eigelb.
  3. Wenn du mit dem Mixer rühren willst, gib das Eigelb statt in ein Schüsselchen in ein hohes Plastik-Rührgefäss.
  4. In dieser Anleitung wird die Zubereitung mit der Gabel gezeigt.
  5. Meiner Meinung nach funktioniert das sogar besser als mit dem Mixer und geht genauso schnell.
  6. Das Öl kannst du direkt aus der Flasche giessen oder du füllst es in ein extra Giessgefäss.
  7. Verrühr das Eigelb gründlich.
  8. Dann kannst du ein wenig Öl (ca. 1 TL) in das Eigelb giessen und gründlich unterrühren.
  9. Zuerst sieht man deutlich das Öl getrennt vom Eigelb.
  10. Durch fleissiges Rühren verbinden sich Öl und Eigelb.
  11. Erst wenn die Mischung einheitlich geworden ist, darf man die nächste Ölportion zugiessen.
  12. Das ist das eigentliche Geheimnis bei der Mayonnaise-Bereitung:
    Dass man das Öl immer komplett unterrührt, bevor man mehr Öl nachgiesst.
  13. Rühr nach und nach immer mehr Öl in die Mayonnaise.
  14. Sie wird immer dicker.
  15. Allmählich wird die Mayonnaise auch etwas heller.
  16. Da das Olivenöl recht farbkräftig ist, bleibt die Mayonnaise stark gelb.
  17. Mit einem anderen Öl wird die Mayonnaise eher cremeweiss.
  18. Je mehr Öl man einrührt, desto fester wird die Mayonnaise.
    Mit 100 ml Öl ist die Mayonnaise noch ziemlich weich. Mit 150 ml ist sie schon relativ steif. Man kann auch noch mehr etwas Öl einarbeiten.
  19. Wenn du beschliesst, dass du genug Öl eingerührt hast, wird die Mayonnaise gewürzt.
  20. Rühr Senf, Zitronensaft, Salz und Pfeffer ein.
  21. Wenn du willst, kannst du auch Knoblauch hinzufügen.
  22. Die eigentliche Mayonnaise ist jetzt fertig.
  23. Jetzt kommt der Estragon dran.
  24. Wasch den Estragon unter fliessendem Wasser und trockne ihn mit einem Küchentuch ab.
  25. Zupf die Blätter vom Stengel ab.
  26. Schneide die Estragon-Blätter klein.
  27. Füge die geschnittenen Estragon-Blätter der Mayonnaise zu.
  28. Rühr den Estragon unter.
  29. Jetzt hast du eine fertige Estragon-Mayonnaise.
  30. Wenn das Rührschüsselchen für deine Zwecke nicht mehr sauber genug ist, füll die fertige Mayonnaise in ein anderes Schüsselchen.
  31. Du kannst die Mayonnaise mit einer Zweigspitze des Estragons verzieren.
  32. Als Variation kannst du der Mayonnaise noch Creme fraiche, flüssigen Honig und weitere Gewürze zufügen.
  33. Die Mayonnaise schmeckt dann leichter und weniger fett.
  34. Die Mayonnaise kannst du für alle Zwecke verwenden, für die man Mayonnaise benutzt.
von Redwitch - veröffentlicht in: Kochen in der Kräuterküche - Community: Natur und Gesundheit
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Freitag, 16. november 2007
In meiner Salbenküche versuche ich mit möglichst einfachen Mitteln auszukommen und meistens klappt das auch ganz gut.
Natürlich kann man sich auch schickes Werkzeug speziell für diesen Zweck anschaffen, das hat dann auch gewisse Vorteile, aber ist nicht unbedingt in vollem Maße nötig. Vor allem, wenn man das Geheimnis der Salbenküche erstmal unverbindlich antesten will, ist es ganz hilfreich, wenn man nicht erst hunderte von Euro in die Ausstattung stecken muß.

Grundausstattung für Sparsame

  • 2 - 3 saubere Marmeladen-Gläser
  • 1 Pfanne
  • 1 sauberen Eßlöffel
  • 1 Meßlöffel, 2 ml
  • 1 Meßbecher, 100 ml
  • Gefäße für die Salben

Ergänzung für Interessierte

  • 1 Meßbecher, 20 ml
  • 1 Diabetiker-Waage, 250 g
  • 2 feuerfeste Gläser, min. 100 ml
  • 2 Glasrührstäbe (Achtung, leicht zerbrechlich)
  • 1 Mixer mit einem einzelnen Rühreinsatz oder kleiner Milchaufschäumer
  • 1 Thermometer (ca. 0 -150 °C)

Darüberhinaus kannst du dich noch unendlich weiter ausstatten, aber das wirst du schon selber sehen, was du zusätzlich noch brauchst.
von Redwitch - veröffentlicht in: Salbenküche
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Freitag, 16. november 2007

Hier folgen einige grundsätzliche Überlegungen zum Thema Salbenküche.

Sauberkeit

In der Salbenküche ist das Wichtigste, daß du so sauber wie moeglich arbeitest.
Die Arbeitsfläche muß sauber sein und alle Geräte möglichst heiß abgewaschen werden; Spülmittelreste und Dreck müssen unbedingt abgewaschen werden, sonst werden die Salben schnell schimmelig.

Mengen

Meistens wird in Rezepten empfohlen, mit den Mengen sehr genau zu sein. In der Lernzeit würde ich das auch empfehlen, aber nach einigen Jahren Erfahrung mische ich mir meine Cremes und Salben nach Augenmaß. Wenn mal was schiefgeht, weiß ich ja auch, wie ich Abhilfe schaffen kann.

Für den Anfang empfehle ich folgende Geräte zum Messen der Mengen:
  • Meßlöffel (2 ml ~ 2 gr)
  • Meßbecher ca. 20 ml
  • Meßbecher ca. 100 ml
  • Diabetiker-Waage (wenn möglich)

Kochvorgang

Ich erhitze die Salbenbestandteile meistens in Marmeladengläsern, die in einer wassergefüllten Pfanne erhitzt werden. Hitzefeste Spezialgläser sind natürlich schicker, aber wenn sie sauber sind, sind Marmeladengläser durchaus brauchbar.

Salben

Salben bestehen ausschliesslich aus fetten oder fettverträglichen Anteilen. Sie brauchen keinen Emulgator, sind in ihrer Konsistenz jedoch eigenwillig.

Cremes

Cremes bestehen aus einer Fettphase, einer Wasserphase und einem Emulgator, der die beiden verbindet. Durch den Emulgator können sich Fett und Wasser verbinden und es entsteht das gewohnte cremartige Gebilde, daß wir gewohnt sind.
von Redwitch - veröffentlicht in: Salbenküche
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Freitag, 16. november 2007
Der Wermut ist mit seinen graufilzigen Blättern und dem herbwürzigen Duft, den er verströmt, ein Inbegriff der Mittelmeerländer.

In Mitteleuropa wird Wermut in Gärten kultiviert, wie es die Mönche im Mittelalter vorgemacht haben.

Mit seinem stark bitteren Aroma gehört der Wermut zu den wichtigsten Bitterkräutern, die zur Stärkung der Verdauung verwendet werden.

Aber der Genuss des Wermuts ist auch ein zweischneidiges Schwert, denn seine ätherischen Öle wirken bei Langzeitgebrauch in hoher Dosierung sinnverwirrend, wie viele Künstler in der Blütezeit des Absinth-Getränks leidvoll erfahren mussten.

Steckbrief

Haupt-Anwendungen: Verdauungsschwäche,
Heilwirkung: blutbildend,
blutreinigend,
Anwendungsbereiche: Allgemeine Schwäche,
Blähungen,
Magenschwäche,
Mundgeruch,
Würmer,
Gallenbeschwerden,
Gelbsucht,
Nierenschwäche,
Kreislauf stärkend,
Menstruations fördernd,
Wehen fördernd,
Ohrenschmerzen,
Offene Wunden,
Verstauchungen,
Quetschungen
wissenschaftlicher Name: Artemisia absinthium
englischer Name: Vermouth
volkstümliche Namen: Absinth, Aetsch, Bermet, Bitterals, Else, Eisenkraut, Gottvergesse, Hilligbitter, Magenkraut, Mottenstock, Ölde, Wärmede, Wermat, Wörmken, Würmut, Wiegenkraut, Wolfszausert
Verwendete Pflanzenteile:  
Inhaltsstoffe: Ätherisches Öl, Absinthol, Glykosid Absinthin, Bitterstoffe, Artemisin, Absinthiin, Anabsinthiin, Bernsteinsäure
Sammelzeit: Juni bis August


von Redwitch - veröffentlicht in: Kräuterkunde
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