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Montag, 3. dezember 2007
Emulsan ist ein Emulgator, der vor allem für Gesichtscremes für trockene, empfindliche Haut geeignet ist.

Die Cremes mit Emulsan werden geschmeidig und blütenzart. Emulsan hinterlässt einen schützenden Film auf der Haut und hält die Feuchtigkeit der Haut, macht sie weich und zart.

Da Emulsan als Emulgator sehr robust ist, kann man in Emulsan-Cremes gut Zusatzstoffe wie Harnstoff oder Meersalz einarbeiten.

Hier folgt jetzt ein Grundrezept mit Emulsan.

Zutaten

  • 20 ml Öl (z.B. Kräuter-Ölauszug)
  • 4 gr Emulsan
  • 3-4 gr Sheabutter oder 2 gr Bienenwachs
  • 40 ml Wasser
  • Evtl. Konservierungsmittel nach Wahl (siehe Haltbarkeits-Seite)
  • Ätherische Öle nach Geschmack und/oder Wirkung

Anleitung

  1. Vermisch Öl, Konsistenzgeber und Emulgator in einem Glas zur Fettphase.
  2. Giess das Wasser in ein anderes Glas als Wasserphase.
  3. Stell beide Gläser in ein heisses Wasserbad.
  4. Erhitze beide Gläser, bis die festen Bestandteile der Fettphase geschmolzen sind.
  5. Giess dann die Wasserphase nach und nach unter ständigem Rühren in die Fettphase.
  6. Rühren, rühren, rühren, vor allem auch, wenn die Creme puddingartige Konsistenz annimmt.
  7. Du kannst wahlweise mit der Hand oder mit einem Mixer rühren. Bei Verwendung des Mixers kannst du die warme Creme beim Rühren in ein kaltes Wasserbad stellen, dann geht das Abkühlen schneller.
  8. Rühr bis die Creme auf Handwärme abgekühlt ist.
  9. Dann wird es Zeit für die ätherischen Öle und das eventuelle Konservierungsmittel.
  10. Tropf die ätherischen Öle und das eventuelle Konservierungsmittel unter ständigem Rühren in die Creme.
  11. Füll die Creme in Salbentiegel.
  12. Verschliess die Salbentiegel und beschrifte sie mit Inhalt und Datum.
  13. Wenn du die Creme im Kühlschrank aufbewahrst, hält sie sich länger als ungekühlt.
von Redwitch - veröffentlicht in: Salbenküche
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Montag, 3. dezember 2007
Mit Fluidlecithin CM oder Super kann man Cremes kalt anrühren bzw. schütteln.

Das hat den Vorteil, dass die Cremezubereitung schneller geht und ausserdem spart man sich das Erhitzen im Wasserbad.

Allerdings werden die Cremes eher gelartig und erinnern kaum an normale Cremes, vor allem wenn man das preiswertere Fluidlecithin CM verwendet.

In der Anwendung stehen die kaltgerührten Cremes den üblichen Cremes in nichts nach. Lecithin hat sogar besonders hautpflegende Eigenschaften, was über die ungewohnte Konsistenz hinwegtrösten kann.

Zutaten

  • 10 gr Fluidlecithin
  • 10 ml Pflanzenöl
  • 30 Tr ätherisches Öl nach Wahl
  • 30 ml Wasser (Aqua dest. oder Mineralwasser)
  • 10 ml Tinktur (oder Wasser)
  • 2 gr Xanthan (oder Gelbildner)
  • Evtl. Konservierungsmittel nach Wahl (siehe Haltbarkeits-Seite)

Anleitung

  1. Wiege das Fluidlecithin direkt im Zubereitungsglas ab. So hat man am wenigesten klebrige Sauerei.
  2. Giess in kleinen Portionen das Öl zu dem Fluidlecithin. Diese Mischung im Glas wird die "Fettphase".
  3. Rühr das Öl jeweils sofort unter. Die Vermischung von Öl und Fluidlecithin gelingt bei kleinen Portionen am einfachsten.
  4. Füge dann das ätherische Öl zu der Mischung. Diesen Schritt kann man bei der kaltgeschüttelten Creme so frühzeitig machen, weil die Zutaten ja nicht erhitzt werden.
  5. Zusammen mit den Ölen ist das Fluidlecithin zu einer homogenen, flüssigen Mischung geworden.
  6. Als nächstes wird die "Wasserphase" angemischt.
  7. Die Tinktur wird dem Wasser beigefügt, sofern man eine Tinktur verwenden will.
  8. Jetzt wird es Zeit, Fett- und Wasserphase zu vermischen.
  9. Gib eine kleine Menge Wasserphase in die Fettphase und rühr gut um.
  10. Die Fettphase verändert sich sofort, sie wird milchig und dickt an.
  11. Nach und nach wird die ganze Wasserphase zugegeben und untergerührt.
  12. Die Mischung wird noch milchiger und allmählich wieder dünner.
  13. Sie ist gelb geworden, wenn man Fluidlecithin CM verwendet hat. Bei Fluidlecithin Super entfällt die ausgeprägte Gelbfärbung.
  14. Nun wird es Zeit, das eventuelle Konservierungsmittel hinzuzufügen und unter zu rühren.
  15. Zuletzt wird das Xanthan zugegeben.
  16. Das weisse Pulver wird in die Mischung gegeben.
  17. Das Glas wird verschlossen und mehrmals kräftig geschüttelt.
  18. Alternativ zum Schütteln kann man auch im offenen Glas kräftig rühren, so lange bis die creme dick geworden ist.
  19. Füll die Creme in einen Salbentiegel.
  20. Die Creme ist gelartig, aber da sie eine Fett- und eine Wasserphase enthält, ist sie auch eine richtige Creme.
  21. Beschrifte den Salbentiegel mit Inhalt und Datum.
von Redwitch - veröffentlicht in: Salbenküche
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Sonntag, 2. dezember 2007

Selbstgemachte Cremes sind durch ihren Wasseranteil vom Vergammeln bedroht.

Der grösste Feind der Cremes ist der Schimmel, der meistens in Form von dunklen Flecken auftritt. Fäulnis tritt eher selten auf.

Eine ordnungsgemäss hergestellte Creme ohne Konservierungsmittel hält im Durchschnitt bei Zimmertemperatur eine Woche ohne zu verschimmeln. Im Kühlschrank verlängert sich die durchschnittliche Zeit ohne Schimmel auf zwei Wochen. Mit Konservierungsmitteln kann die Haltbarkeit einer Creme verlängert werden, aber alle mir bekannten Konservierungsmittel haben mehr oder weniger grosse Nachteile.

Doch was ist eine "ordnungsgemäss" hergestellte Creme und welche Faktoren spielen eine Rolle?


Faktoren zur Haltbarkeit von Cremes

Ob eine Creme lange haltbar ist oder nicht, hängt von folgenden Punkten ab:
  • Unproblematische Bestandteile der Wasserphase
  • Hygienischer Arbeitsplatz und Geräte
  • Lagerung
  • Zutaten, die die Haltbarkeit fördern
  • Konservierungsstoffe

Unproblematische Bestandteile der Wasserphase

Die Hauptursache für frühzeitiges Verschimmeln von Cremes sind, meiner Erfahrung nach, Wasserphasen, die Bestandteile enthalten, die zum Schlechtwerden neigen.

Besonders empfindlich sind beispielsweise Cremes, die mit Kräutertee anstelle von reinem Wasser angerührt werden. Man kann zwar solche Cremes herstellen und benutzen, aber sie müssen schnell verbraucht und aufmerksam beobachtet werden.

Selbst Leitungswasser, das zum Trinken durchaus geeignet ist, kann beschleunigtes Schimmeln fördern.

Daher empfehle ich Mineralwasser oder destilliertes Wasser für die Wasserphasen.

Problematisch sind auch Säfte, z.B. Karottensaft, Kräuterpresssäfte, frischer Aloesaft usw. All diese Substanzen kann man zwar verwenden, muss die Creme aber zügig verbrauchen.

Auch gekaufte Ergänzungen zur Wasserphase können hin und wieder zu Schimmelproblemen führen, wenn ihr Haltbarkeitsdatum überschritten ist oder sie zu warm aufbewahrt wurden.

Unproblematisch sind hingegen Tinkturen als Bestandteil von Wasserphasen, denn der Alkohol fördert die Haltbarkeit.

Auch pulvirge Substanzen, wie beispielsweise Harnstoff stellen kein Risiko dar, sofern sie sauber gelagert werden.


Hygienischer Arbeitsplatz und Geräte

Besonders wichtig für die Haltbarkeit von Cremes ist auch die Hygiene am Arbeitsplatz.

Hierbei geht es weniger um die hausfrauentypische optische Sauberkeit als um das effektive Vorhandensein von Keimen, speziell Schimmelsporen.

 

Geräte

Gefässe und Arbeitsgeräte wäscht man am besten in der Spülmaschine. Das reicht völlig aus, um sie hygienisch genug zu bekommen.

Wenn man keine Spülmaschine hat, dann sollte man die Gerätschaften so heiss wie möglich spülen. Anschliessend sollte man sie nicht abtrocknen, sondern auf einem Küchenpapier abtropfen lassen.

Eine Desinfektion mit Alkohol ist im Normalfall überflüssig und bringt auch keine Vorteile.

Arbeitsfläche

Auch die Arbeitsfläche sollte möglichst sauber sein.

Hierbei ist es nicht ratsam, einen Putzschwamm oder Lappen zu verwenden, denn diese sind die am stärksten verkeimten Gegenstände im ganzen Haushalt.

Besser ist es, die Arbeitsfläche mit einen Küchenpapier und etwas Spülmittel abzuwischen und mit einem weiteren Küchenpapier abzutrocknen.

 

Lagerung

Für die Haltbarkeit einer Creme spielt auch die Lagerung eine wichtige Rolle.

Im Kühlschrank aufbewahrt hält eine Creme etwa doppelt so lange wie bei Zimmertemperatur.

Ausserdem verringert häufiges Öffnen des Tiegels und Berühren der Creme mit den Fingern die Haltbarkeit.

Nun ist eine Creme ja für den Verbrauch gedacht und nicht dafür, um unbenutzt im Kühlschrank zu lagern.

Am besten bereitet man daher immer nur soviel Creme zu, wie innerhalb eines überschaubaren Zeitraums verbraucht werden kann. Daher ergeben die Rezepte auf dieser Seite auch meistens eher kleine Creme-Mengen.

Man kann auch einen kleinen Teil einer Creme in einen extra Tiegel füllen und diesen Teil schnell verbrauchen. Den Rest einer Creme lagert man im Kühlschrank und füllt das frisch gereinigte Kleingefäss bei Bedarf wieder auf.

Speziell für Gesichtscremes mit Tegomuls eignet sich auch die Methode der separat angerührten Fettphase. Dazu stellt man zunächst nur eine grössere Menge der Fettphase her. Diese hält sich im Kühlschrank bis zu einem Jahr. Mit dieser Fettphase und einer jeweils frisch gemischten Wasserphase kann man sich dann mit relativ geringem Zeitaufwand jeweils neue Kleinmengen einer Creme herstellen. Dieses Verfahren macht Sinn, wenn man immer wieder die gleiche Creme herstellen will.


Zutaten, die die Haltbarkeit fördern

Manche Cremezutaten fördern die Haltbarkeit ohne als richtige Konservierungsmittel zu gelten.

Tinkturen / Weingeist

Tinkturen sind vor allen für Heilcremes sehr geeignet. Durch die Tinkturen (zusätzlich zu Kräuterölen) hat man mehr Kräuterwirkstoffe in einer Creme, als wenn man nur Kräuter-Ölauszüge verwendet. Ausserdem lösen sich in Tinkturen andere Pflanzenwirkstoffe als in Ölen. Der Alkohol wirkt in geringem Masse gegen das Schlechtwerden von Cremes.

Für pflegende Gesichtscremes sind Alkohol und Tinkturen weniger geeignet, weil sie stark austrocknend wirken.

Ätherische Öle

Ausserdem fördern viele ätherische Öle die Haltbarkeit von Cremes. Im Prinzip kann man sich diese Wirkung von allen ätherischen Ölen erhoffen, die in ihrem Wirkungsspektrum auch antibakterielle Eigenschaften aufweisen. Beispielsweise kommen dafür Salbei und Thymian in Frage.

Besonders gut eignet sich für diesen Zweck auch Teebaumöl, das in vielen Cremerezepten dieser Seite als Ersatz für Konservierungsmittel aufgelistet wird. Teebaumöl konserviert jedoch nur sehr mild und man kann sich nicht auf bestimmte Mindesthaltbarkeiten verlassen. Ausserdem hat es einen kräftigen Eigengeruch, der nicht Jedermanns Sache ist. Das Gleiche gilt auch für andere ätherische Öle.

Grapefruitkernextrakt

Auch Grapefruitkernextrakt ist kein offizieller Konservierungsstoff. Er wird in Deutschland als Nahrungsergänzungsmittel verkauft und wird meistens in einer Lösung mit Glycerin angeboten.

Grapefruitkernextrakt wirkt recht mild, d.h. Cremes mit problematischen Substanzen in der Wasserphase können trotzdem frühzeitig schimmeln. Ob er überhaupt eine konservierende Wirkung aufweist, ist umstritten. Seine Milde hat aber auch zur Folge, dass man den Grapefruitkernextrakt wohl nicht als besonders gefährlich betrachten kann.

Er riecht nur schwach nach Grapefruit. Dieser Geruch lässt sich leicht durch ätherische Öle überdecken.

 


Konservierungsstoffe

Richtige Konservierungsmittel sind heftig umstritten. An jedem der Stoffe gibt es mehr oder weniger viel auszusetzen, andere wieder finden die einzelnen Stoffe ganz prima und unbedenklich.

Generell kann man wohl sagen, dass Konservierungsmittel dazu neigen, Allergien auszulösen.

Daher muss das jeder mit sich selbst ausmachen, ob er Cremes lieber unkonserviert benutzt und dann die kurze Haltbarkeit in Kauf nimmt oder sich über die Einwände gegen einen der gängigen Konservierungstoffe hinweg setzt und ihn dennoch benutzt.

Paraben K

Dieses Konservierungsmittel ist ein Stoff aus der höchst umstrittenen Klasse der Parabene. Er besteht aus Methylparaben, Propylparaben, Deodorierungsstoff und Benzylalkohol.

Parabene haben angeblich eine östrogenähnliche Wirkung und stehen daher im Verdacht, das Brustgewebe eventuell zu unkontrolliertem Wachstum anzuregen. Ob aber tatsächlich eine echte Gefahr von den Parabenen ausgeht, ist bislang unklar.

Methylparaben enthält besonders wenig der östrogenartigen Substanzen, daher dürfte Paraben K eher zu den ungefährlicheren Parabenen gehören.

Allerdings wirken Parabene vorwiegend gegen Bakterien und weniger gegen Schimmelpilze. Sie sind also nur bedingt hilfreich, um die Schimmelbildung zu verhindern.

Heliozimt

Heliozimt wirkt auf der Basis eines Duftkonservierers, es riecht stark nach Zimt.

Schon allein wegen des starken Zimtgeruchs ist der Einsatz von Heliozimt Geschmacksache.

Ausserdem wirkt Heliozimt potentiell allergieauslösend und hautreizend.

von Redwitch - veröffentlicht in: Salbenküche
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Sonntag, 2. dezember 2007
Lanolin-Cremes sind klassische Haut-Heilcremes für eher kleine Hautareale. Sie verstreichen sich zwar recht gut und zieht auch gut ein, sind aber ein wenig zäh und mittelfest.

Ihr wesentliches Merkmal ist, dass als Emulgator Lanolin (= Wollwachs) verwendet wird.

Lanolin ist als Emulgator nicht so stark wie Tegomuls, daher kann nur etwa doppelt soviel Wasser wie Lanolin in der Creme gebunden werden. Im Vergleich zum Öl bindet Lanolin maximal die gleiche Menge Wasser wie Öl, es entsteht eine Wasser-in-Öl-Emulsion. Das macht die Creme etwas zäher, was bei einer Heilcreme aber durchaus wünschenswert ist.

Lanolin wirkt zudem besonders hautheilend und ist sozusagen schon für sich genommen ein wirksamer Bestandteil der Creme.

Man kann Cremes mit Lanolin auch als Gesichtscreme benutzen, vorwiegend für Nachtcremes, wenn man fettreiche Cremes mag.

Zutaten

Anleitung

  1. Vermisch Öl, Wachs und Lanolin in einem Glas zur Fettphase.
  2. Giess das Wasser in ein anderes Glas als Wasserphase.
  3. Stell beide Gläser in ein heisses Wasserbad.
  4. Erhitze beide Gläser, bis die festen Bestandteile der Fettphase geschmolzen sind.
  5. Giess dann die Wasserphase nach und nach unter ständigem Rühren in die Fettphase.
  6. Rühren, rühren, rühren.
  7. Rühr bis die Creme auf Handwärme abgekühlt ist.
  8. Dann wird es Zeit für die ätherischen Öle.
  9. Tropf die ätherischen Öle unter ständigem Rühren in die Creme.
  10. Füll die Creme in Salbentiegel.
  11. Verschliess die Salbentiegel und beschrifte sie mit Inhalt und Datum.
  12. Wenn du die Creme im Kühlschrank aufbewahrst, hält sie sich länger als ungekühlt.
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Sonntag, 2. dezember 2007
Pflanzenöle können fast alle empfohlen werden. Ein Mandelöl ist natürlich schick und auch besonders hautfreundlich, wo mir auch grad Jojobaöl einfällt (wirklich ein geniales Öl). Aber zur Not mache ich eine Creme auch mit dem gleichen Distelöl, mit dem ich meine Zwiebeln anbrate. Das Ergebnis ist immernoch besser, als das von kommerziellen Cremes.
Für Heilsalben bevorzuge ich Olivenöl oder Jojobaöl

KonsistenzgeberKonsistenzgeber sind all die Stoffe, die die Mischung aus Öl und Wasser, bzw. Öl alleine eine schmierbare Creme bzw. Salbe machen. Sie machen die Gesamtmischung dicker. Die unterschiedlichen Konsistenzgeber wirken und verhalten sich unterschiedlich.
In einer Salbe oder Creme können mehrere Konsistenzgeber gemischt werden.

Fettlösliche Verdickungsmittel

  • Bienenwachs, gute Schutzwirkung, bleibt als Film schützend stehen. Leichte Emulgatorwirkung als Co-Emulgator. Härtet recht stark.
  • Kakaobutter, aus Kakaobohnen, bietet gute Zusatzfettung. Härtet nur wenig.
  • Shea-Butter, ein Stoff, der auch in der Haut vorkommt. Wird aus dem afrikanischen Karite Baum gewonnen. Sehr heilsam und macht die Creme schön streichfähig. Hat einen geringen, natürlichen Lichtschutzfaktor. Leichte Emulgatorwirkung als Co-Emulgator. Härtet schwach.
  • Lanolin (Wollwachs), sehr weich, aber gute Heilwirkung. Gute Emulgatorwirkung. Härtet nur sehr wenig.
  • Cetylalkohol, eine feste Substanz, die hauteigenen Substanzen ähnelt und daher leicht einzieht. Stabilisiert Emulsionen. Härtet sehr stark.

Natürlich gibt es noch mehr Konsistenzgeber, doch mit den aufgezählten kommt man prima aus.

Wasserlösliche Verdickungsmittel zur Kaltanwendung

  • Gelbildner, für wässrige, kaltgeschüttelte Gels.
  • Xanthan, für wässrige, kaltgeschüttelte Gels.
  • Gelatine, für wässrige, erhitzte Gels.
  • AgarAgar, für wässrige, gekochte Gels.
  • Johannisbrotkernmehl, für gekochte Anwendungen.
Natürlich gibt es noch mehr Konsistenzgeber, doch mit den aufgezählten kommt man prima aus.



Emulgatoren

Emulgatoren sind das Geheimnis, das den Unterschied zwischen Salbe und Creme ausmacht.

Sie sind in der Lage Fett- und Wassermoleküle zu verbinden. Normalerweise trennen sich Fett und Wasser nämlich, wenn man sie einfach so zusammenmischt.

Emulgatoren können sich auf der einen Seite mit dem Wasseranteil und auf der anderen Seite mit dem Fettanteil verbinden und dadurch entstehen Emulsionen. Jede Creme ist eine Emulsion.

Je nachdem, ob der Wasser- oder der Fettanteil höher ist, unterscheidet man verschiedene Arten von Emulsionen.

 

  • Viel Öl gruppiert sich um wenig Wassermoleküle: Wasser-in-Öl-Emulsion (W/O).
  • Viel Wasser gruppiert sich um wenig Ölmoleküle: Öl-in-Wasser-Emulsion (O/W).

Die meisten Emulgatoren sind auf einen Emulsionstyp spezialisiert. Nur wenige Emulgatoren können beide Arten von Emulsion bilden, je nachdem, in welchen Anteilen man Fett und Wasserbestandtteile zusammenfügt.

Nachfolgend findest du Beschreibungen über die Emulgatoren, die wir in den Rezepten verwenden.

 


Lanolin anhydrid (Wollwachs ohne Wasser)

Lanolin ist ein natürliches Wachs, das von Schafen gebildet wird, um ihre Wolle wasserfest zu machen. Lanolin ist bräunlich und klebrig.

Mit Lanolin kann man Wasser-in-Öl-Emulsionen zubereiten. Es bindet etwa die doppelte Menge des Eigengewichtes an Wasser.

Die entstehenden Cremes sind relativ fettig und zäh. Als Gesichtscreme sind sie eher nicht geeignet, aber dafür umso besser als medizinische Cremes.

Ausser dem emulgierenden Effekt hat Lanolin eine starke Heilwirkung auf die Haut. Es wirkt heilend auf Ekzeme und schlecht heilende Wunden und bewahrt die Haut vor Austrocknung.

Manche Menschen reagieren allergisch auf Lanolin. Diese Menschen sollten Lanolin nicht als Creme benutzen. Als Gesichtscreme benutzt, kann Lanolin ausserdem bei manchen Menschen die Entstehung von Mitessern fördern. Minderwertiges Lanolin enthält manchmal recht viele Pestizide, was aus der heilwirksamen Substanz eine schädigende Substanz macht. Daher ist es wichtig, nur hochwertiges Lanolin zu kaufen, beispielsweise in der Apotheke.

Achtung!
Lanolin kann man mit und ohne Wasser kaufen.

Für die Cremezubereitung braucht man unbedingt Lanolin ohne Wasser, denn das Wasser wollen wir ja selbst hinzufügen.

Speziell in Apotheken wird unter dem Begriff "Lanolin" oft ausschliesslich das wasserhaltige Lanolin verstanden.

Unter folgenden Bezeichnungen versteht man Lanolin ohne Wasser:

  • Lanolin anhydrid
  • Wollwachs ohne Wasser
  • Adeps lanae sine aqua

Kurzinfo:

  • Emulsionsart: Wasser-in-Öl-Emulsionen (W/O)
  • Wasseraufnahme: Maximal doppelte Menge
  • Verwendungsmenge: ca. 20%
  • Schmelztemperatur: 42°C
  • Eigenschaften: Leicht verdickend, zäh, bildet Schutzfilm, hautheilend
  • Nachteile: Relativ häufig allergische Reaktionen

Siehe:

 


Wollwachsalkohole

Wollwachsalkohole sind die Teile des Lanolins, die emulgierend wirken.

Daher haben Wollwachsalkohole eine deutlich stärkere Emulgierfähigkeit als Lanolin anhydrid. Mit Wollwachsalkoholen kann man bis zum Sechsfachen des Eigengewichtes an Wasser binden.

Mit Wollwachsalkoholen kann man eine Wasser-in-Öl-Emulsion herstellen, wobei der Wasseranteil fast 50% der Gesamtmenge erreichen kann.

Im Gegensatz zum Lanolin sind die Wollwachsalkohole nicht zäh und bilden daher auch geschmeidigere Cremes mit einer herrlichen Konsistenz. Der Film, den Cremes mit Wollwachsalkoholen auf der Haut hinterlassen ist deutlich geringer als mit Lanolin. Man kann Wollwachsalkohole und Lanolin auch mischen, wenn man die Eigenschaften von beiden kombinieren will.

Mit trinkbarem Alkohol haben Wollwachsalkohole nichts gemeinsam, ausser dass sie chemisch zur gleichen Familie gehören. Wollwachsalkohole werden als relativ harte Perlen oder Körner angeboten, wie man auf dem Foto erkennen kann.

Bei der Cremeherstellung kann man Wollwachsalkohole ähnlich wie Lanolin einsetzen, man braucht jedoch nur etwa ein Drittel der Menge des Lanolins und etwas weniger Konsistenzgeber.

Leider sind Wollwachsalkohole ziemlich teuer, was aber durch die angenehme Qualität der daraus hergestellten Cremes voll gerechtfertigt wird.

Wie beim Lanolin muss man auch bei den Wollwachsalkoholen darauf achten, dass man eine gute Qualität bekommt, um Pestizidrückstände zu vermeiden.

Beim Einkaufen muss man darauf achten, dass man echte Wollwachsalkohole bekommt, also die harten Perlen, denn beispielsweise in Apotheken werden kaum reine Wollwachsalkohole verwendet, sondern fast ausschliesslich Eucerin, das teilweise aus Wollwachsalkoholen besteht. Im Zweifelsfall muss man den Verkäufern genau erklären, was man haben will.

 

Kurzinfo:

  • Emulsionsart: Wasser-in-Öl-Emulsionen (W/O)
  • Wasseraufnahme: Maximal 6-fache Menge
  • Verwendungsmenge: ca. 10%
  • Schmelztemperatur: 62°C
  • Eigenschaften: Stark verdickend, bildet leichten Schutzfilm, hautheilend
  • Nachteile: Nur selten allergische Reaktionen

Siehe:


Eucerin ®

Eucerin besteht zu grossen Teilen aus Wollwachsalkoholen - eine Information, die auch sehr verbreitet ist und die auch für Eucerin spricht.

Allerdings hat Eucerin eine völlig andere Konsistenz als Wollwachsalkohole, es ist nämlich gelartig, fettig und salbenartig.

Wenn man genauer nachforscht, erfährt man, dass Eucerin ausser Wollwachsalkoholen noch Vaseline und ähnliche Substanzen enthält, also Mineralöl-Produkte.

Als Macher von Kräutercremes ist man davon erst mal entsetzt, denn Mineralölprodukte gehören ja zu den grossen Tabus.

Aber Eucerin hat ein paar sehr angenehme Eigenschaften, die den Schrecken über die Mineralölprodukte dann wieder etwas ausgleichen.

Man kann es ähnlich wie Lanolin als Emulgator einsetzen und erhält sehr angenehm geschmeidige Cremes. Doch das kann man auch mit reinen Wollwachsalkoholen.

Man kann Eucerin auch als Konsistenzgeber verwenden, was von der Haut meistens sehr dankbar angenommen wird, aller Vaseline zum Trotz. Aber diese Aufgabe kann beispielsweise Sheabutter noch viel besser übernehmen.

Aber man kann auch Cremes mit Eucerin als Emulgator kalt anrühren und enthält als Ergebnis herrliche, wenn auch fettreiche Cremes. Als schnell zubereitete Heilcremes sucht dieser Einsatzzweck seinesgleichen.

Daher habe ich das Eucerin mit seinen Mineralölbestandteilen aus der Tabu-Ecke gezogen und testweise einige Creme damit zubereitet, die ich nach und nach vorstellen werde.

Kurzinfo:

  • Emulsionsart: Wasser-in-Öl-Emulsionen (W/O)
  • Wasseraufnahme: Maximal 2-fache Menge
  • Verwendungsmenge: ca. 25%
  • Eigenschaften: Leicht verdickend, hautpflegend
  • Nachteile: Enthält Vaseline

Siehe:

 


Tegomuls (= Hydrogenated Palm Glyceride)

Jean Pütz hat für seine Hobbythek-Sendungen mehrere Emulgatoren entdeckt, die normalerweise für Lebensmittel verwendet werden. Sie sind also essbar.

Mit diesen Emulgatoren kann man richtig geschmeidige Cremes herstellen, die den Vergleich mit kommerziellen Cremes nicht scheuen müssen. Ganz im Gegenteil: weil die Zutaten grossteils natürlich sind, halte ich die selbstgemachten Cremes für besser.

Tegomuls, einer der Emulgatoren wird normalerweise für Eiscreme oder Tortenböden verwendet. Es wird vor allem aus Palmfett gewonnen und zu geringeren Anteilen aus Stearinsäure, einem Stoff, der beispielsweise in Rindertalg enthalten ist.

Tegomuls, bindet ziemlich viel Wasser (etwa die achtfache Wassermenge) und ist einfach in der Handhabung. Es ergibt eine Öl-in-Wasser-Emulsion.

Tegomuls schmilzt ab etwa 50°C und wird in der Fettphase erhitzt. Für eine Creme braucht man etwa 5-10% Tegomuls von der Gesamtmenge.

Problematisch ist Tegomuls nur, wenn man eine Creme mit niedrigem PH-Wert, also sauer, zubereiten will. Und es macht Probleme, wenn der Wasseranteil zu niedrig wird, vor allem in Kombination mit Cetylalkohol, was zusätzliches Wasser binden will.

Tegomuls eignet sich sehr gut für Gesichtscremes und Lotionen. Für medizinische Cremes ist oft der Wasseranteil zu hoch, was aber bei manchen Cremes durchaus erwünscht sein kann.

Tegomuls kann man in Apotheken bestellen, auch wenn die Mitarbeiter dort es meistens gar nicht kennen. Die gängigen Apothekengrosshändler können es liefern.

Auch in Internetshops und speziellen Kosmetikzutaten-Läden bekommt man Tegomuls.

 

Kurzinfo:

  • Emulsionsart: Öl-in-Wasser-Emulsionen (O/W)
  • Wasseraufnahme: 10-fache Menge
  • Verwendungsmenge: 2% - 15%
  • Schmelztemperatur: 50-55°C
  • Eigenschaften: Ziemlich stark verdickend, matte, leichte Cremes
  • Nachteile: weisselt etwas auf der Haut, empfindlich auf Säuren und div. Zusatzstoffe

Siehe:

 


Emulsan (= Methyl Glucose Sesquistearate)

Emulsan ist ein Emulgator, der zwar Wasser-in-Öl-Emulsionen ermöglicht, auch bei Cremes, die mehr Wasser enthalten als Öl.

Cremes mit Emulsan eignen sich für trockene, empfindliche Haut.

Emulsan hat ausser der emulgierenden und einer recht starken konsistenzgebenden Eigenschaft auch die Fähigkeit, die Haut mit Feuchtigkeit zu versorgen. Es macht die Haut glatt und weich und hinterlässt einen feinen schützenden Film.

Man erhält Emulsan in Form von gelblichen Pastillen, die an Bienenwachs oder Wollwachsalkohole erinnern.

Emulsan ist rein pflanzlich und besteht aus Palmitin- Stearinfettsäure und Glucose.

Am Anfang sind Cremes mit Emulsan noch ziemlich flüssig, dicken aber innerhalb einiger Stunden an.

Kurzinfo:

  • Emulsionsart: Wasser-in-Öl-Emulsionen (W/O)
  • Wasseraufnahme: 6-8-fache Menge
  • Fett-Wasser-Verhältnis: 1:1 bis 1:2
  • Verwendungsmenge: 3% - 8%
  • Schmelztemperatur: ca. 50-55°C
  • Eigenschaften: Ziemlich stark verdickend, relativ fette Cremes, gute Stabilität
  • Nachteile:

Siehe:

 


Reinlecithin-Granulat Reinlecithin (= Lecithin)

Lecithin hat eine ausgeprägte emulgierende Wirkung und wird daher häufig in der Lebensmittelindustrie verwendet. Man kann aber auch Cremes mit Lecithin als Emulgator herstellen.

Lecithin ist ein wichtiger Bestandteil des Körpers, der für die Zellmembranen, den Stoffwechsel und die Gehirnaktivität benötigt wird. Daher wird Lecithin auch gerne als Nahrungsergänzung zur Verbesserung der Gesundheit angeboten. Normalerweise nehmen wir jedoch ausreichend Lecithin mit der normalen Nahrung auf. Chemisch gesehen gehört Lecithin zu den Phospholipiden oder auch Phosphoglyzeriden.

Vor allem in Sojabohnen ist viel Lecithin enthalten. Daher wird käufliches Lecithin meistens aus Sojabohnen hergestellt. Darum ist es wichtig, beim Kauf von Lecithin darauf zu achten, dass es aus Sojabohnen ohne Gentechnik-Anbau stammt.

Die Cremes, die man mit Lecithin herstellen kann, sind entweder Öl-in-Wasser-Emulsionen oder Wasser-in-Öl-Emulsionen, je nachdem wieviel Wasser bzw. Fett man zugibt.

Sie neigen dazu, leicht puddingartig zu bleiben. Mit Bienenwachs als Konsistenzgeber fällt diese Puddingneigung jedoch kaum aus, es wird eine nahezu normale Creme-Konsistenz.

Besonderheiten des Reinlecithins

Reinlecithin ist Lecithin fast in Reinform. 98% reines Lecithin sind der Normalfall.

Man erhält Reinlecithin als Granulat und Pulver.

Normalerweise wird Reinlecithin nur in der Küche oder Lebensmittelindustrie eingesetzt, aber man kann auch Cremes daraus zubereiten, wenn das auch nicht allgemein bekannt ist.

Reinlecithin ist etwas problematischer in der Anwendung als andere Emulgatoren, denn es löst sich eher schlecht auf. Man kann Reinlecithin wahlweise in Öl oder in Wasser auflösen, vorzugsweise in warmer Flüssigkeit.

Einmal aufgelöst kann man Reinlecithin wahlweise als Kalt- oder Warmemulgator einsetzen.

Reinlecithin als Granulat

Reinlecithin-Granulat sind bräunliche Körnchen, die geschmacklich etwas an Wachs erinnern.

Als Granulat wird Reinlecithin für Nahrungsergänzungs-Zwecke angeboten.

Es eignet sich auch zur Cremeherstellung.

Bei Bestellungen im Internet muss man häufig unter Nahrungsergänzungsmitteln suchen, um Reinlecithin-Granulat bestellen zu können. In Apotheken kann man es auch bestellen, wenn es auch manchmal nicht leicht zu erhalten ist.

Bei der Auflösung in der warmen Fettphase besteht die Gefahr, dass es zuviel Reinlecithin für die Ölmenge ist und die Lösung daher übersättigt wird. Ein Teil des Reinlecithins löst sich auf, ein Rest verklumpt sich. Dieses Problem entfällt bei Cremes mit hohem Fettanteil.

Bei der Auflösung in warmem Wasser werden die Granulatstückchen nach und nach immer kleiner und lösen sich auf, bis das Wasser puddingartig aufquillt. Bei dieser Methode muss man die Fettphase in die Wasserphase giessen, also umgekehrt wie sonst üblich.

Generell klappt die Auflösung des Reinlecithins bei Granulat aber relativ gut, wenn man den Granulatkörnern ausreichend warme Flüssigkeit anbietet.

Reinlecithin als Pulver

Reinlecithin-Pulver ist ein gelbliches Pulver.

Als Pulver wird Reinlecithin in der Nahrungsmittelindustrie und zum Backen angeboten.

Manche Shops für Kosmetikzubehör bieten Reinlecithin-Pulver auch gezielt für Cremes an.

Beim Auflösen des Reinlecithin-Pulvers besteht vor allem die Gefahr der Verklumpung.

Am besten geht es, wenn man Öl oder Wasser erhitzt und das Reinlecithin-Pulver dann durch ein Teesieb streicht und in der Flüssigkeit verrührt.

Wenn es trotzdem zu Klumpenbildung kommt, muss man die klumpige Flüssigkeit erneut durch ein Sieb streichen.

Kurzinfo:

  • Emulsionsart: Öl-in-Wasser-Emulsionen (O/W) oder Wasser-in-Öl-Emulsionen (W/O)
  • Fettaufnahme: Maximal 3-fache Menge
  • Verwendungsmenge: 8% - 12%
  • Eigenschaften: Mittel stark verdickend, hautpflegend
  • Nachteile: hellbräunliche Cremes, Löst sich etwas schwierig auf, wahlweise in Öl oder Wasser

Siehe:

  • Rezept ist in Vorbereitung

 


Fluidlecithin CM (= Glycine Soja, Lecithin, Tocopherol)

Fluidlecithin CM ist Reinlecithin, das bereits in Öl aufgelöst ist, um die Anwendung zu vereinfachen. Für Fluidlecithin CM wird das Lecithin meist in Sojaöl aufgelöst. Ausserdem enthält es 35% Cholinlecithin und 15% andere Phospholipide.

Die sirupartige Flüssigkeit ist braun und klebrig.

Man kann Fluidlecithin kalt oder warm anwenden.

Dadurch eignet es sich für Badeöle, Gels und Cremes.

Alles, was man mit Fluidlecithin CM zubereitet, wird gelb und hat einen relativ starken Eigengeruch, der sich auch mit ätherischen Ölen nur schwer überdecken lässt.

Kurzinfo:

  • Emulsionsart: Öl-in-Wasser-Emulsionen (O/W) oder Wasser-in-Öl-Emulsionen (W/O)
  • Fettaufnahme: 1:1
  • Verwendungsmenge: 8% - 12%
  • Schmelztemperatur: bereits zähflüssig
  • Eigenschaften: hautpflegend
  • Nachteile: gelbe Cremes, puddingartig, relativ starker Eigengeruch, relativ teuer

Siehe:

 


Fluidlecithin Super (= Lecithin, Carthamus Tinctorius, Tocopherol)

Fluidlecithin Super vermeidet einige der Nachteile von Fluidlecithin CM, so färbt es nicht gelb und die Cremes werden weniger puddingartig.

Fluidlecithin Super ist aber auch erheblich teurer als Fluidlecithin CM.

Es wird normalerweise in Distelöl gelöst und enthält einen hohen Anteil an Cholinlecithin, das offenbar teuer ist als andere Phospholipide.

Kurzinfo:

  • Emulsionsart: Öl-in-Wasser-Emulsionen (O/W) oder Wasser-in-Öl-Emulsionen (W/O)
  • Fettaufnahme: 1:1
  • Verwendungsmenge: 8% - 12%
  • Schmelztemperatur: bereits zähflüssig
  • Eigenschaften: hautpflegend
  • Nachteile: leicht puddingartig, sehr teuer

Siehe:



Wasser

Für eine Creme brauchst du Wasser. Wenn du ganz sicher gehen willst, kannst du destilliertes Wasser nehmen.

Ich habe jedoch seit langem gute Erfahrungen mit einfachem stillen Mineralwasser gemacht.

Aufkochungen als Tee haben viel Ärger in Form von Schimmel und gammeln gebracht. Daher setze ich die Kräuter inzwischen lieber als Kräuteröl oder - tinktur ein.

Wirksame Substanzen

Alle anderen Stoffe habe ich jetzt mal als wirksame Substanzen zusammengefaßt.

Wenn wir eine Heilsalbe machen wollen, nehmen sie eigentlich den ersten Platz unserer Überlegungen ein. Allerdings bewirkt auch schon die Wahl des Öls und der Konsistenzgeber eine gewisse Heilfähigkeit der Salbe.

Spezielle Wirkstoffe, die hautwirksam sind


D-Panthenol

D-Panthenol ist ein Vitamin der B-Gruppe.

Normalerweise ist es in Weizenkeimen, Getreideerzeugnisen, Eiern, Gemüse, Hefe und Leber enthalten.

Es unterstützt Heilungsprozesse der Haut. Das Zellwachstum der Haut wird beschleunigt; dadurch erneuert sich die Haut schneller.

 


Harnstoff (Urea)

Harnstoff ist ein normaler Bestandteil der Haut.

Fast in jeder Körperflüssigkeit ist Harnstoff enthalten; es handelt sich um ein Abbauprodukt des Eiweisstoffwechsels.

Über den Schweiss gelangt Harnstoff auf die Haut und sorgt dort dafür, dass die Feuchtigkeit auf der Haut gebunden wird. So schützt der Harnstoff die Haut vor dem Austrocknen.

Bei trockener Haut befindet sich etwa nur noch 40% Prozent des Harnstoffes auf der Hautoberfläche wie bei normaler Haut, bei Neurodermitis sinkt der Harnstoffgehalt auf etwa 20% des Normalwertes.

Daher kann man trockene Haut durch harnstoffhaltige Cremes lindern.

Ausserdem löst Harnstoff in Konzentrationen ab 10% Hornhaut auf.

Harnstoff bekommt man recht preiswert in Apotheken.

Man sollte das weisse Pulver in einer Plastiktüte oder Dose aufbewahren, weil es Feuchtigkeit anzieht und ohne Schutz klumpig werden könnte.

Bei der Cremezubereitung wird das Harnstoffpulver mit der Wasserphase verrührt. Es löst sich in Wasser gut auf.

Typische Harnstoffkonzentrationen in Cremes reichen von 3% bis 20%. 10% entspricht einem verbreiteten Harnstoffgehalt in Cremes.

Achtung! Bei entzündeter Haut darf man harnstoff-haltige Cremes nicht verwenden. Denn an den entzündeten Stellen brennt Harnstoff.

Siehe auch: Gesund.org: Harnstoff


Zinkoxid

Zinkoxid ist ein weisses Pulver, das hochwirksam gegen Hautentzündungen wirkt. Sogar Pilzbefall kann mit Zinkoxid behandelt, wenn auch nicht immer zuverlässig geheilt werden.

Zinkoxid eignet sich beispielsweise für Baby-Po-Cremes.

Auch als Sonnenschutz eignet sich Zinkoxid, denn das weisse Pulver reflektiert die Sonnenstrahlen.

Zinkoxid lässt sich mit Öl zu einer Paste verrühren.

 


Sofitix

Sofitix Sofitix besteht aus Zinkoxid und Titanoxid, die besonders fein gepulvert sind.

Dadurch ist Sofitix ein guter Sonnenschutz, dessen sonnenreflektierende Eigenschaft auf der Haut kaum gesehen werden kann, weil die Partikel so fein sind.

Sofitix filtert sowohl UV-A als auch UV-B Strahlen, man bräunt also nicht und bekommt auch nicht so schnell Sonnenbrand.

Sofitix lässt sich mit Öl zu einer Paste verrühren, bevor das Öl zur Creme weiterverarbeitet wird.

Verwendungsmenge: 5% - 10%

 


Bezugsquellen

Zutaten für einfache Salben bekommt man in Lebensmittelläden und in Apotheken.

Die benötigten Kräuter für Ölauszüge und Tinkturen kann man natürlich selbst sammeln oder im Garten anbauen. Wenn das nicht möglich ist, bekommt man Kräuter in Apotheken oder speziellen Versand-Shops (im Internet).

Die Emulgatoren für die Cremes kann man in Läden wie Spinnrad und Colimex kaufen. Auch in Apotheken kann man sich die Emulgatoren bestellen.

von Redwitch - veröffentlicht in: Salbenküche
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Sonntag, 2. dezember 2007
Wenn man aus harten Kräutern ein Kräuteröl ansetzen will, oder wenn man es eilig hat, eignet sich am besten die heisse Methode der Kräuteröl-Bereitung.

Für zarte Blüten setzt man das Kräuteröl jedoch besser kalt an.

Die Kräuterteile, mit denen man das Öl ansetzt, können getrocknet oder frisch sein. Wenn sie frisch sind, sollten trocken sein (also nicht feucht). Falls man sie waschen muss oder bei feuchtem Wetter sammelt, muss man sie gut abtrocknen lassen, bevor man sie mit Öl ansetzt.

Kräuteröle können zum direkten Einreiben oder zur Verwendung in Salben und Cremes eingesetzt werden.

Zutaten / Gerätschaften:

  • Zerkleinerte Kräuterteile, wahlweise getrocknet oder frisch
  • Pflanzenöl (z.B. Ölivenöl)
  • Glas zum Ansetzen
  • Kleiner Topf mit Wasser
  • Möglichst warmer Platz (an der Sonne oder Heizung)
  • Zweites Glas zum Abseihen
  • Kaffeefilter
  • Dunkle Flasche zum Abfüllen
  • Etikett zum Beschriften

Vorgehensweise:

  1. Fülle ein Glas etwa zu einem Drittel mit zerkleinerten Kräuterteilen.
  2. Gieß ein gutes Öl (z.B. Olivenöl) über die Wurzeln.
  3. Verschließ das Glas.
  4. Erhitze das Öl im Wasserbad.
    Etwa 15 Minuten köcheln lassen, dann abstellen und langsam abkühlen lassen.
  5. Stell es an einen warmen Platz.
    Im Sommer eignet sich ein Sonnenplatz, im Winter am besten ein Platz in der Nähe der Heizung.
  6. Schüttel das Öl ab und zu
  7. Warte mindestens einen Tag bis zu drei Tage
  8. Für das Abgiessen brauchst du ein zweites Gefäss und einen Kaffeefilter.
    Stülpe den Kaffeefilter über das zweite Glas, sodass der Rand übersteht und den Kaffeefilter an Ort und Stelle hält.
  9. Giess Öl und die Kräuterteile in den Kaffeefilter.
    Das Öl beginnt, in das zweite Glas zu tropfen.
  10. Es dauert ein paar Stunden, bis das Öl komplett abgetropft ist.
  11. Gieße es in eine dunkle Flasche.
  12. Beschrifte die Flasche mit Inhalt und Datum.
von Redwitch - veröffentlicht in: Öle und Tinkturen
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Sonntag, 2. dezember 2007
Die kalte Methode, ein Kräuteröl anzusetzen, eignet sich besonders für getrocknete Kräuter und manche Blüten.

Für harte Kräuterteile setzt man das Kräuteröl jedoch besser heiss an.

Die Kräuterteile, mit denen man das Öl ansetzt, sollten am besten getrocknet sein. Auch manche Blüten funktionieren mit der Kaltansetzt-Methode, z.B. Johanniskraut-Blüten. Viele andere frische Kräuter lassen das Öl jedoch gären oder anderweitig schlecht werden. Für frische Kräuter eignet sich eher die Heiss-Ansetzmethode für Kräuteröle. Alternativ kann man die Kräuter zuerst trocknen und dann kalt ansetzen.

Kräuteröle können zum direkten Einreiben oder zur Verwendung in Salben und Cremes eingesetzt werden. Das bekannteste Kräuteröl ist das leuchtend rote Johanniskrautöl.

Zutaten / Gerätschaften:

  • Zerkleinerte Kräuterteile, wahlweise getrocknet oder frisch
  • Pflanzenöl (z.B. Ölivenöl)
  • Glas zum Ansetzen
  • Möglichst warmer Platz (an der Sonne oder warmem Zimmer)
  • Zweites Glas zum Abseihen
  • Kaffeefilter
  • Dunkle Flasche zum Abfüllen
  • Etikett zum Beschriften

Vorgehensweise:

  1. Sammel ein Glas voll Heilkräuter (oder kauf sie).
  2. Gieß ein gutes Öl (z.B. Olivenöl) über die Kräuter, bis sie bedeckt sind.
  3. Verschließ das Glas.
  4. Stell es an einen sonnigen, warmen Platz
  5. Schüttel das Öl ab und zu
  6. Warte ca. 3 Wochen
  7. Für das Abgiessen brauchst du ein zweites Gefäss und einen Kaffeefilter.
    Stülpe den Kaffeefilter über das zweite Glas, sodass der Rand übersteht und den Kaffeefilter an Ort und Stelle hält.
  8. Giess Öl und die Kräuterteile in den Kaffeefilter.
    Das Öl beginnt, in das zweite Glas zu tropfen.
  9. Es dauert ein paar Stunden, bis das Öl komplett abgetropft ist.
  10. Gieße es in eine dunkle Flasche.
  11. Beschrifte die Flasche mit Inhalt und Datum
    (Wichtig! Man vergißt es doch immer wieder, wenn kein Etikett drauf ist).
von Redwitch - veröffentlicht in: Öle und Tinkturen
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Samstag, 1. dezember 2007
Dies ist eine geniale Creme, denn man braucht nur Milch und Pflanzenöl, um eine richtige, geschmeidige Creme herzustellen.

Es ist kaum zu glauben, aber Milch und Öl reichen tatsächlich aus, um eine cremeartige Emulsion anzurühren - ganz ohne Konsistenzgeber. Nicht einmal erhitzen muss man die Zutaten.

Man kann also ganz ohne spezielle Zutaten eine wunderbare Creme anrühren mit normalen Nahrungsmitteln, die fast jeder im Haus hat.

In diesem Creme-Rezept verwenden wir eine Mischung aus Blüten-Ölauszügen für die Blüten-Milch-Creme: Johanniskraut-Öl, Lavendel-Öl und Kamillenblüten-Öl.

Man kann jedoch auch andere Kräuter-Ölauszüge für solch eine Milch-Creme verwenden.

Für die Zubereitung der Milch-Creme braucht man einen Pürierstab, auch Zauberstab genannt. Ein normaler Mixer müsste auch funktionieren, aber das haben wir bislang nicht getestet.

Natürlich hat so eine Creme auch gewisse Nachteile. Potentiell ist sie etwas weniger haltbar als andere Cremes. Mit etwas Honig und ätherischen Ölen, sowieso der Aufbewahrung im Kühlschrank kann man die Haltbarkeit jedoch steigern.

Ausserdem neigt so eine Milch-Creme nach ein paar Tagen dazu, etwas steifer zu werden. Dann kann man sie einfach noch einmal gründlich durchrühren und erhält wieder eine geschmeidige Creme-Konsistenz.

Zutaten

  • 50 ml Vollmilch (zimmerwarm)
  • 40 ml Johanniskraut-Öl
  • 30 ml Lavendelblüten-Ölauszug
  • 30 ml Kamillenblüten-Ölauszug
  • 20 Tr ätherisches Lavendel-Öl

Anleitung

  1. Stell die Zutaten bereit.
  2. Vermische die Blütenöle miteinander und giess die zimmerwarme Milch in ein hohes Rührgefäss.
  3. Rühr die Milch für ein bis zwei Minuten mit dem Rührstab.
  4. Da die Milch in dieser Phase meistens stark spritzt, kann man mit der Hand das Rührgefäss etwas abdecken.
  5. Dann giesst man die ersten Tropfen der Ölmischung in die Milch giessen.
  6. Das Öl wird gründlich untergerührt, bis man nichts mehr davon sieht.
  7. Nach und nach giesst man das ganze Öl ganz langsam in die Milchcreme.
  8. Jede Ölzugabe wird gründlich untergerührt.
  9. Das langsame Eingiessen und gründliche Einrühren des Öls ist das Geheimnis dieser Creme.
  10. Zuerst bleibt die Creme sehr flüssig.
  11. Erst kurz bevor das ganze Öl eingerührt ist, wird die Creme allmählich dicker.
  12. Wenn alles Öl in der Creme ist, kann man noch ein wenig rühren, um die Creme-Konsistenz zu stabilisieren.
  13. Die Creme ist jetzt schön geschmeidig und dick aber weich geworden.
  14. Der rötliche Farbton kommt durch das Johanniskraut-Öl.
  15. Wenn man andere Öle verwendet, wird die Creme schneeweiss.
  16. Jetzt kann man die ätherischen Öle hinzufügen.
  17. Tropf die ätherischen Öle in die Creme und rühr sie gründlich ein.
  18. Dann wird die Creme in Salbentiegel gefüllt.
  19. Am besten füllt man die Creme in mehrere Salbentiegel ab und stellt alle bis auf einen in den Kühlschrank.
  20. Dann hält sich die Creme etwas länger.
  21. Beschrifte die Salbentiegel mit Inhalt und Datum.
von Redwitch - veröffentlicht in: Salbenküche
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Freitag, 30. november 2007
Der Bärchen-Balsam ist der sanfte, kleine Bruder des Bärenbalsams.

Immer wieder erreichen mich Zuschriften von Leuten, denen der Bärenbalsam zu intensiv erscheint. Dieser Eindruck ist durchaus richtig, denn der Bärenbalsam soll intensiv und kraftvoll sein. Für kleine Kinder und sehr sensible Menschen ist der starke Bärenbalsam daher auch nicht geeignet.

Als Alternative kann man den milderen Bärchen-Balsam zubereiten.

Das Grundprinzip des Bärchen-Balsams ist vergleichbar mit dem Bärenbalsam:

Mit dem wärmenden Johanniskrautöl wird eine Bienenwachs-Salbe bereitet, die durch verschiedene ätherische Öle ihre Wirkung erhält.

Beim Bärchen-Balsam wird das Johanniskrautöl jedoch durch einen Ölauszug aus Lavendelblüten ergänzt. Der Lavendel wirkt beruhigend und entkrampfend.

Als ätherische Öle werden ätherisches Lavendelöl und Fichtennadelöl verwendet. Die Menge der verwendeten ätherischen Öle ist gering. Je nach persönlichen Vorlieben und Einsatzzweck kann die Menge jedoch variiert werden.

Durch die ätherischen Öle wirkt der Bärchen-Balsam

  • beruhigend
  • entkrampfend
  • antibakteriell
  • schmerzlindernd
Man kann ihn gegen folgende Beschwerden anwenden (einreiben):
  • Husten (auf Brust und Rücken einreiben)
  • Blähungen
  • Kopfschmerzen (auf Stirn und Schläfen reiben)
  • Nervenschmerzen
  • Ischias
  • Hexenschuss
  • Rheumatische Schmerzen
  • Muskelverspannungen
Im Vergleich zum Bärenbalsam ist die Wirkung jedoch sehr sanft. Bei der Behandlung von Hexenschuss und anderen Beschwerden des Bewegungsapparates kann die Wirkung zu schwach sein.
Bitte beachten!

Generell ist der Bärchen-Balsam für grössere Kinder zwar vorgesehen und geeignet.

Säuglinge und besonders empfindliche Kinder sollten jedoch nicht mit dem Bärchen-Balsam behandelt werden.

Bärchenbalsam nie in die Augen bringen, da er die Augen reizen könnte.

Wenn man zu Allergien neigt, sollte man erst seine Verträglichkeit der verwendeten ätherischen Öle testen, bevor man den Bärchenbalsam verwendet.

 

Zutaten

  • 15 ml Johanniskrautöl
  • 15 ml Lavendel-Ölauszug
  • 2 gr Bienenwachs
  • 2 gr Lanolin
  • 5 Tr ätherisches Lavendel-Öl
  • 5 Tr ätherisches Fichtennadel-Öl

Anleitung

  1. Stell die Zutaten bereit.
  2. Gib die Zutaten ausser den ätherischen Ölen in ein hitzefestes Glas.
  3. Stell das Glas in ein heisses Wasserbad.
  4. Warte bis die festen Zutaten geschmolzen sind.
  5. Nimm das Glas dann aus dem Wasserbad.
  6. Dann wird es Zeit für die ätherischen Öle.
  7. Tropf die ätherischen Öle in den Balsam und schwenke ihn, damit sich die ätherischen Öle damit vermischen.
  8. Giess den Balsam in einen Salbentiegel.
  9. Nach ein paar Stunden wird der Balsam fest.
  10. Beschrifte den Salbentiegel mit Inhalt und Datum.
von Redwitch - veröffentlicht in: Salbenküche
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Freitag, 30. november 2007

Der Balsam des Tigers ist weltbekannt und hilft millionenfach gegen allerlei Beschwerden.

Als kraftvolles Tier für diesen europäischen Balsam wurde der Bär gewählt, denn auch wenn es ihn in Europa kaum noch gibt, war er ursprünglich hier heimisch. Und der Bär hat bestimmt die Kraft, vielerlei Beschwerden zu lindern. Smiley

Damit der Bärenbalsam rot wird, wurde Johanniskrautöl gewählt. Man kann aber auch ein anderes Öl nehmen, doch dann wird der Bärenbalsam nicht rot.

Als ätherische Öle wurden Öle von Pflanzen gewählt, die in Europa heimisch sind: Minze, Lavendel, Rosmarin, Salbei, Thymian und Wacholder.

Sie steigern die Durchblutung, wirken antibakteriell, schmerzstillend, krampflösend und befreien die Atemwege.

Den Bärenbalsam kann man bei Bedarf kleinflächig auf die Haut auftragen und gegebenenfalls einmassieren.

Er wirkt lindernd gegen:

Kopfschmerzen (auf Stirn und Schläfen reiben)
Nervenschmerzen
Ischias
Hexenschuss
Rheumatische Schmerzen
Muskelverspannungen
Wem der Bärenbalsam zu intensiv erscheint (er ist in der Tat intensiv), der kann stattdessen den milderen Bärchen-Balsam versuchen.

Achtung!
Beim Bärenbalsam handelt es sich um eine intensive Zubereitung in der Tradition vergleichbarer Balsame aus dem asiatischen Raum.

Man sollte den Bärenbalsam nur kleinflächig auftragen.

Für kleine Kinder ist Bärenbalsam nicht geeignet.

Bärenbalsam nie in die Augen bringen, da er die Augen reizen könnte.

Wenn man zu Allergien neigt, sollte man erst seine Verträglichkeit der verwendeten ätherischen Öle testen, bevor man den Bärenbalsam verwendet.




Zutaten
20 ml Johanniskraut-Ölauszug
3 gr Bienenwachs
2 gr Wollwachs (Lanolin anhydrit)

Ätherische Öle:
20 Tr Minzöl
20 Tr Lavendelöl
20 Tr Rosmarinöl
20 Tr Salbeiöl
20 Tr Thymianöl
20 Tr Wacholderöl
Anleitung
Gib Öl, Wachs und Wollwachs in ein Glas und stell es in ein Wasserbad.
Erhitze das Wasserbad.
Warte bis die festen Zutaten geschmolzen sind.
Nimm das Glas aus dem Wasserbad und lass es ein wenig abkühlen.
Die Masse im Glas sollte jedoch noch flüssig sein für den nächsten Schritt.
Tropf die ätherischen Öle in die Öl-Wachs-Masse.
Rühr die ätherischen Öle gut unter.
Giess den Bären-Balsam in ein Salbendöschen, solange es noch flüssig ist.
Lass den Bärenbalsam abkühlen.
Er wird dann leuchtend rot, fest und salbenartig.
Verschliess das Salbendöschen und beschrifte es mit Inhalt und Datum.

von Redwitch - veröffentlicht in: Salbenküche
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